Wenn wir über Komfort im Bett sprechen, spielen fast immer zuerst persönliche Präferenzen eine Rolle: Manche fühlen sich in einer weichen Matratze angenehm „eingebettet“, andere empfinden das als beengend und möchten freier liegen. Das ist sehr subjektiv.
Aber Komfort ist nicht nur ein Gefühl – es geht auch darum, wie gut der Körper gestützt wird und ob man sich nachts frei drehen kann. Für die meisten Erwachsenen liegt die beste Balance bei einer mittelfesten bis festen Liegefläche. Größere Studien an Erwachsenen mit Rückenschmerzen haben z. B. gezeigt, dass mittelfeste Matratzen weniger Schmerzen und bessere Funktion ergaben als sehr feste Matratzen. Die klassische Studie von Kovacs et al. in The Lancet fand genau das: Medium-firm erzielte bessere Ergebnisse als Very firm. [1][2]
Das bedeutet nicht, dass alle auf derselben Härte schlafen sollten – Gewicht, Schlafposition und Körperbau spielen eine Rolle – aber es zeigt, dass „je weicher, desto besser“ nicht das ist, worauf die Forschung hinweist, und besonders im Hinblick auf Co‑Sleeping gibt es klare Richtlinien, was sinnvoll ist.
Was sagt die Wissenschaft – kurz zusammengefasst?
- Forschung an Erwachsenen: Mittelfeste/feste Stützung unterstützt die natürlichen Krümmungen der Wirbelsäule besser als weicher Komfort – und oft auch besser als sehr hart. [1][2]
- Für Säuglinge: Die großen Gesundheitsbehörden empfehlen eine feste, flache und durchgehende Schlaffläche – keine weiche, formende oder schräge Unterlage. Das gilt z. B. für die American Academy of Pediatrics (AAP), die CDC in den USA, den Lullaby Trust in UK und die dänische Gesundheitsbehörde. [3][4][5][6]
Es gibt also eine deutliche Trennlinie:
Erwachsene können nach Präferenz weich wählen
Säuglinge „müssen“ nach Sicherheit schlafen
Empfehlungen nach typischer Schlafposition?
Für Personen, die überwiegend auf Rücken und Bauch schlafen – empfehlen die meisten Experten medium bis fest
Für Personen, die überwiegend auf der Seite schlafen – wenn du mehr als 90 % der Zeit auf der Seite schläfst, kann ein weicher Komfort potenziell von Vorteil sein. Wechselst du jedoch zwischen Seite, Bauch und Rücken, wird in der Regel medium empfohlen.
„Das Natürlichste“?
Historisch gesehen haben Menschen auf relativ festen Unterlagen geschlafen: Wollböden, Strohmatratzen, Filz, Decken auf Pritschen oder direkt auf dem Boden. Sehr weiche, tiefe Betten sind erst mit modernen Materialien (Federn, Schaum, mehrstufige Matratzen-Topper) üblich geworden. Es ist also nicht der Körper, der sich verändert hat – es ist das, was wir produzieren können.
Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass:
- viele tatsächlich ruhiger auf etwas festerem Untergrund schlafen, und
- dass moderne Sicherheitsempfehlungen für kleine Kinder näher am „Ursprünglichen“ liegen: fest, flach, ohne Löcher.
Co‑Sleeping: Warum feste, große und durchgehende Matratzen wichtig sind
Viele Familien entscheiden sich für Co‑Sleeping, weil es das Stillen erleichtert, die Nähe erhöht und die Nächte besser zusammenhängen lässt. Die Behörden wissen auch, dass Eltern Co‑Sleeping praktizieren werden – deshalb lauten die Empfehlungen heute oft: „Wenn ihr es macht, dann macht es sicher.“
Länderübergreifend kommen dieselben Punkte immer wieder vor:
- Feste, flache Matratze – das Kind darf nicht einsinken. [3][4][5]
- Keine Spalten und Löcher – eine große Liegefläche ist am sichersten, damit das Kind nicht zwischen Matratzen oder gegen die Wand rollen kann. Die dänische Beratung zum Co‑Sleeping schreibt direkt, dass eine große Matratze am sichersten ist und dass so viel Platz wie in einem eigenen Bett vorhanden sein sollte. [6][7]
- Das Kind sollte eine eigene dünne Decke / Schlafsack haben und frei liegen – nicht unter der Erwachsenendecke und dem Kissenbereich. [5][6]
- Erwachsene sollten auf Risikofaktoren achten (Rauchen, Alkohol, Medikamente, extreme Müdigkeit). Wenn diese vorliegen, wird vom Co‑Sleeping im selben Bett abgeraten. [3]
- Ausreichend Platz – z. B. empfehlen dänische Quellen mind. 140 cm, wenn zwei Erwachsene und ein Säugling zusammen liegen. [7] Wir bei FamBed empfehlen 90 cm pro Erwachsenem und 60 cm pro Kind, wenn es auch ein komfortabler Schlaf sein soll.
Was sich bei AAP, Lullaby Trust, CDC und mehreren europäischen Quellen wiederholt: Das Gefährliche am Co‑Sleeping ist nicht das bloße Liegen des Kindes nah am Elternteil – es sind die weichen, unebenen oder geteilten Oberflächen, die zu Einsinken oder Einklemmen führen können. [3][5]
Warum ist FamBed eine sichere Wahl?
- 2 verschiedene Komfortstufen in einer Matratze (medium und fest) – Die FamBed-Matratze ist wendbar mit einer Medium- und einer Fest-Seite, was die Präferenzen der meisten abdeckt – außer denen, die ein weiches Bett möchten, was wir jedoch nicht anbieten, da es im Widerspruch zu den Richtlinien von Experten und öffentlichen Stellen steht.
- Große, durchgehende Schlaffläche – kein Spalt zwischen zwei Einzelbetten, in den ein Baby rollen kann
- Möglichkeit eines festen/relativ festen Aufbaus – so dass das Kind dort, wo der Erwachsene liegt, nicht einsinkt
- Platz für eine eigene „Zone“ des Kindes mit eigener Decke/Schlafsack, wie es die Empfehlungen beschreiben
Das entspricht dem dänischen Ansatz, dass bei der Entscheidung für Co‑Sleeping eine große, feste Matratze die sicherste Wahl ist, weil man Spalten und zu weiche Schlafflächen vermeidet. [6][7]
FamBed unterstützt damit die Elemente internationaler Empfehlungen, die sich auf eine feste, flache und durchgehende Schlaffläche beim Co‑Sleeping beziehen.
Quellen (zum Weiterlesen)
- Kovacs FM et al. The Lancet (2003): Effect of firmness of mattress on chronic non-specific low-back pain. [1]
- Radwan A. et al. Sleep Health (2015): Effect of different mattress designs on promoting sleep quality, pain reduction, and spinal alignment in adults with or without back pain. [2]
- American Academy of Pediatrics (AAP) (2022): Sleep-Related Infant Deaths: Updated 2022 Recommendations for Reducing Infant Deaths in the Sleep Environment. [3]
- HealthyChildren.org (AAP) (2025): How to Keep Your Sleeping Baby Safe: AAP Policy Explained. [4]
- Centers for Disease Control and Prevention (CDC) (2024): Providing Care for Babies to Sleep Safely – „Use a firm, flat (not at an angle) sleep surface.“ [5]
- The Lullaby Trust (UK): Co-sleeping advice og safer sleep Übersicht. [5]
- Sundhedsstyrelsen (2022): Forebyg vuggedød – pjece til forældre (feste Matratze, eigene Decke, ausreichend Platz). [6]
- Sundhedsstyrelsen (Fachmaterial für die Kinderkrankenpflege): Forebyg vuggedød – und undgå skæv hovedfacon… (mind. 140 cm, eine große, feste Matratze). [7]










