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AtlasInteresse bei Google
Wonach Menschen suchenKapitel 1 von 13

Die Deutschen interessieren sich am meisten für Co-Sleeping

Wir haben gezählt, wie oft Menschen in 26 europäischen Ländern von Oktober 2025 bis September 2026 in ihrer eigenen Sprache nach Co-Sleeping und Familienbett gegoogelt haben. Damit sich große und kleine Länder vergleichen lassen, haben wir die Zahlen in Suchanfragen je 1.000 geborene Kinder umgerechnet. Außerdem haben wir Suchanfragen zu Schlaftraining und bindungsorientierter Erziehung (auf Englisch attachment parenting) gezählt. So wird sichtbar, wonach Eltern sonst noch suchen.

1.136Google-Suchanfragen pro Jahr in Deutschland je 1.000 geborene Kinder. Der höchste Wert unter den 26 Ländern.
5,8 xAuf jedes geborene Kind gerechnet, googeln die Deutschen 5,8-mal so häufig danach wie die 25 anderen Länder zusammen: 1.136 gegenüber 196 Suchanfragen je 1.000 geborene Kinder.
+32 %mehr Suchanfragen im Januar als in einem durchschnittlichen Monat, wenn man Europa insgesamt betrachtet. In 20 der 26 Länder wird im Januar am häufigsten gesucht.

Das bedeutet

  • Co-Sleeping ist vor allem in den deutschsprachigen Ländern ein großes Thema: Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen an der Spitze.
  • Deutschlands Spitzenplatz geht auf das deutsche Wort »Familienbett« zurück. Zählt man nur den Begriff Co-Sleeping, liegt Irland an der Spitze und Deutschland auf Platz 19.
  • Auch nach bindungsorientierter Erziehung suchen die Deutschen am häufigsten: 7-mal so häufig wie der Rest Europas. Bei diesem Erziehungsstil hält man das Kind nah bei sich und reagiert schnell, wenn es weint.
  • Finnland ist das Land des Schlaftrainings: Bei 95 % der finnischen Suchanfragen zu Co-Sleeping und Schlaftraining geht es um Schlaftraining. In Schweden sind es 26 %.
  • Schlaftraining und Co-Sleeping sind keine Gegensätze: Länder mit vielen Google-Suchanfragen zum einen Thema haben oft auch viele zum anderen. Der Unterschied liegt darin, ob Eltern häufiger nach Co-Sleeping oder nach Schlaftraining googeln.
  • Suchanfragen zeigen Interesse und Neugier, nicht, wie viele Familien tatsächlich gemeinsam schlafen. Auch FamBeds eigene Anzeigen können dazu führen, dass mehr Menschen nach Familienbett suchen.

In Deutschland wird pro Jahr je 1.000 geborene Kinder 1.136-mal nach Co-Sleeping und Familienbett gegoogelt. Damit liegt das Land auf Platz 1 von 26 europäischen Ländern. Am häufigsten gesucht wird: »familienbett«. Die meisten Suchanfragen gibt es im Januar. Von allen Suchanfragen zu Co-Sleeping und Schlaftraining entfallen 71 % auf Schlaftraining.

Die Rangliste hängt davon ab, welche Wörter gezählt werden

Suchanfragen pro Jahr je 1.000 geborene Kinder. Wählt aus, welche Wörter berücksichtigt werden sollen.

Zählt man Co-Sleeping und Familienbett zusammen, liegen Deutschland, Österreich und die Schweiz vorn. Der Vorsprung geht auf den deutschen Begriff »Familienbett« zurück.

1Deutschland1.136
2Österreich1.049
3Schweiz839
4Irland563
5Norwegen535
6Finnland528
7Schweden430
8Dänemark364
9Vereinigtes Königreich317
10Niederlande192
11Spanien133
12Belgien114
13Griechenland110
14Italien86
15Portugal79
16Ungarn64
17Frankreich63
18Tschechien61
19Polen49
20Slowenien36
21Slowakei22
22Litauen21
23Kroatien21
24Estland19
25Lettland12
26Rumänien11
Zum Vergleich: In den USA gibt es 175 Suchanfragen je 1.000 geborene Kinder. Die USA sind nicht Teil der europäischen Rangliste.

Quelle: Google-Tool für Suchvolumen, Keyword-Planer (Okt. 2025 bis Sept. 2026); Weltbank, Geburten 2024; Berechnung: FamBed.

FamBeds Co-Sleeping-Atlas fambed.de/co-sleeping-atlas/interesse-bei-google

Die meisten Suchanfragen gibt es im Januar

Durchschnittliches monatliches Suchvolumen über vier Jahre. 100 entspricht einem durchschnittlichen Monat, Werte über 100 bedeuten mehr Suchanfragen als üblich. Die Balken stehen für ganz Europa, die Linie für das von euch ausgewählte Land.

60100150JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDezJanuar +32 %
Europa (26 Länder)Deutschland

Quelle: Google-Tool für Suchvolumen, 48 Monate (Okt. 2022-Sep. 2026).

FamBeds Co-Sleeping-Atlas fambed.de/co-sleeping-atlas/interesse-bei-google

Ein großer Teil der Suchanfragen kommt aus Deutschland

Deutschland hat einen deutlich größeren Anteil an den Suchanfragen als an den Kindern, die in den 26 Ländern geboren werden.

76 %aller europäischen Suchanfragen nach Familienbett stammen aus Deutschland
52 %aller Suchanfragen nach Co-Sleeping und Familienbett zusammen stammen aus Deutschland
16 %der in den 26 Ländern geborenen Kinder werden in Deutschland geboren

Deutschlandweit wird etwa 900-mal täglich nach »Familienbett« gegoogelt. Berücksichtigt man nur den Begriff Co-Sleeping, liegt Irland an der Spitze und Deutschland auf Platz 19 von 26.

Quelle: FamBeds Auswertung der Google-Suchanfragen; Weltbank.

FamBeds Co-Sleeping-Atlas fambed.de/co-sleeping-atlas/interesse-bei-google

Finnland googelt Schlaftraining, Schweden Co-Sleeping

Schlaftraining bedeutet, einem Kind beizubringen, allein einzuschlafen, etwa indem man etwas länger wartet, bevor man es tröstet. Jeder Balken fasst alle Suchanfragen nach Co-Sleeping und Schlaftraining im jeweiligen Land zusammen. Der blaue Abschnitt zeigt den Anteil zum Thema Co-Sleeping, der sandfarbene den Anteil zum Thema Schlaftraining. Das Familienbett wird hier nicht mitgezählt.

An der Spitze liegt Finnland: 95 % der Suchanfragen betreffen Schlaftraining. Am Ende liegt Schweden mit 26 %.In Deutschland entfallen von je 100 Suchanfragen nach Co-Sleeping oder Schlaftraining 29 auf Co-Sleeping und 71 auf Schlaftraining.

Anteil zum Thema Co-SleepingAnteil zum Thema Schlaftraining
Finnland95 %
Estland12 %88 %
Slowenien16 %84 %
Kroatien16 %84 %
Lettland16 %84 %
Slowakei17 %83 %
Rumänien21 %79 %
Litauen24 %76 %
Vereinigtes Königreich27 %73 %
Irland28 %72 %
Deutschland 29 %71 %
Österreich34 %66 %
Niederlande35 %65 %
Tschechien36 %64 %
Ungarn40 %60 %
Belgien41 %59 %
Schweiz45 %55 %
Portugal53 %47 %
Dänemark56 %44 %
Italien56 %44 %
Spanien57 %43 %
Polen60 %40 %
Norwegen62 %38 %
Frankreich64 %36 %
Griechenland69 %31 %
Schweden74 %26 %
USA (zum Vergleich)13 %87 %

Quelle: Googles Tool für Suchvolumen, der Keyword-Planer (Okt. 2025 bis Sept. 2026); Berechnung: FamBed.

FamBeds Co-Sleeping-Atlas fambed.de/co-sleeping-atlas/interesse-bei-google

Suchanfragen nach Erziehungsmethoden gehen am stärksten zurück

So stark sind die Suchanfragen in den 26 Ländern innerhalb von drei Jahren gestiegen oder gesunken: von Oktober 2022 bis September 2023 im Vergleich zu Oktober 2025 bis September 2026.

Sanfte Erziehungz. B. Gentle Parenting-43 %
Bindungz. B. Attachment Parenting-38 %
Schlaftrainingz. B. die Ferber-Methode-27 %
Co-Sleepingz. B. Co-Sleeping-18 %
Familienbettz. B. Familienbett-7 %
Geborene Kinderzum Vergleich-7 %

Zum Vergleich: 2024 wurden in den 26 Ländern 7 % weniger Kinder geboren als 2022. Pro geborenem Kind gerechnet bleibt das Interesse am Familienbett damit stabil, während Schlaftraining und Erziehungsphilosophien an Boden verlieren.

Quelle: Googles Tool für Suchvolumen, 48 Monate (Okt. 2022 bis Sep. 2026); Weltbank, Geburten 2022 und 2024.

FamBeds Co-Sleeping-Atlas fambed.de/co-sleeping-atlas/interesse-bei-google

Schlaftraining und Co-Sleeping gehen Hand in Hand

Die fünf Länder mit den meisten Google-Suchanfragen zum jeweiligen Thema, gerechnet je 1.000 geborene Kinder. Hier wird nur der Begriff Co-Sleeping berücksichtigt, nicht Familienbett. Deshalb sind die Zahlen niedriger als in der Rangliste oben. Länder, die auf beiden Listen stehen, sind hervorgehoben.

Co-Sleeping

  1. Irland522
  2. Schweden410
  3. Norwegen408
  4. Vereinigtes Königreich299
  5. Dänemark141

Schlaftraining

  1. Finnland1.503
  2. Irland1.341
  3. Vereinigtes Königreich804
  4. Norwegen251
  5. Schweden144

Vier der fünf Länder mit den meisten Suchanfragen zu Co-Sleeping gehören auch beim Schlaftraining zu den Top 5. In Ländern, in denen Eltern häufig nach dem Schlaf ihrer Kinder googeln, suchen sie also nach beidem.

Quelle: Googles Tool für Suchvolumen (Okt. 2025-Sep. 2026); Berechnung: FamBed.

FamBeds Co-Sleeping-Atlas fambed.de/co-sleeping-atlas/interesse-bei-google
So haben wir gerechnet

Die Suchbegriffe: Wir fassen in der jeweiligen Landessprache zwei Arten von Begriffen zusammen: den Begriff für Co-Sleeping (z. B. samsovning, co-sleeping, Co-Sleeping) und den Begriff für Familienbett (z. B. familieseng, Familienbett, familiebed). Begriffe mit zwei Bedeutungen werden nur unter »Auch Begriffe mit zwei Bedeutungen« berücksichtigt. Dazu gehören etwa die französischen Begriffe »cododo« und »co sleeper«, die auch kleine Beistellbetten am Elternbett bezeichnen. Suchanfragen nach solchen Beistellbetten und danach, das Kind ins eigene Bett umzugewöhnen, wurden ausgeschlossen.

Berechnung: Die Zahl der Suchanfragen in den vergangenen 12 Monaten (Okt. 2025-Sep. 2026) aus dem Google-Keyword-Planer wurde durch die Zahl der 2024 im jeweiligen Land geborenen Kinder (Weltbank) geteilt und mit 1.000 multipliziert. »Das übrige Europa« umfasst die 25 anderen Länder zusammen. Die USA dienen als Vergleich, sind aber nicht Teil der Rangliste.

Bindungsorientierte Erziehung und Schlaftraining: »Bindungsorientierte Erziehung« umfasst entsprechende Begriffe wie attachment parenting, den deutschen Begriff »bedürfnisorientierte Erziehung« und den schwedischen Begriff »nära föräldraskap«. »Schlaftraining« umfasst den jeweiligen Begriff in jeder Sprache sowie benannte Methoden wie die Ferber-Methode und das finnische »unikoulu« (Schlafschule). Begriffe, die auch in anderen Zusammenhängen verwendet werden, wurden ausgeschlossen. Dazu gehört etwa das schwedische »sömnskola«, das auch im Zusammenhang mit Schlaflosigkeit bei Erwachsenen verwendet wird. Werden diese Begriffe einbezogen, steigt der Anteil des Schlaftrainings in Schweden von 26 % auf 44 %.

Das Verhältnis: Der Anteil des Schlaftrainings entspricht den Suchanfragen zum Schlaftraining geteilt durch alle Suchanfragen zu Co-Sleeping und Schlaftraining zusammen. Das Familienbett wird dabei nicht berücksichtigt. Deshalb kann Finnland, das beim Familienbett auf Platz 4 liegt, viele Suchanfragen zum Familienbett haben und zugleich überwiegend nach Schlaftraining suchen. Der Zusammenhang zwischen Co-Sleeping und Schlaftraining wird als Rangkorrelation angegeben (Rho 0,57, 26 Länder): ein Wert von -1 bis 1, der zeigt, ob die Länder auf beiden Listen in derselben Reihenfolge liegen.

Die Entwicklung über drei Jahre basiert auf einer festen Begriffsliste und erfasst keine neu hinzugekommenen Begriffe. »Sanfte Erziehung« umfasst beispielsweise gentle parenting und positive Erziehung.

Einschränkungen: Google rundet die Suchvolumina, deshalb sind Unterschiede von weniger als etwa 10 % nicht aussagekräftig. In Sprachen mit vielen verschiedenen Begriffen für Co-Sleeping kann sich die Reihenfolge hinter den ersten drei Plätzen verschieben. FamBeds eigene Anzeigen können dazu führen, dass mehr Menschen nach dem Familienbett suchen. Die Auswertung umfasst 26 Länder, darunter Portugal. Ohne Portugal ergibt die Berechnung 5,7 statt 5,8.

In WordPress: Klickt auf +, sucht nach »HTML«, wählt »Individuelles HTML« und fügt den Code ein. Wird anschließend keine Grafik angezeigt, verwendet stattdessen Bild.

Ihr dürft FamBeds Grafiken, Zahlen und Daten aus dem Co-Sleeping-Atlas kostenlos und auch kommerziell nutzen, wenn ihr „FamBeds Co-Sleeping-Atlas“ als Quelle nennt und auf diese Seite verlinkt. (CC BY 4.0)

So dürft ihr die Zahlen verwenden